Ginkgo biloba (Fächerblattbaum)
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Schlosspark Wilhelmshöhe |
Die Vorfahren des Ginkgo sollen einst die Erde großflächig besiedelt haben. Der Großteil der Ginkgo-Arten hatte sich schon in der Kreidezeit nach Ostasien zurückgezogen, wo auch Ginkgo biloba die Eiszeit überlebte. Eines der wesentlichen Merkmale des Ur-Ginkgo-Baumes waren die feingabeligen, in verblüffender Vielfältigkeit ausgebildeten "Blätter". So gab es neben zungen- bis nadelförmigen Blättern zwei- oder vierfach geteilte und mehr als vierfach geteilte "Blätter". Aus diesen Urformen entstand das heute weithin so bekannte und symbolhafte zweigeteilte Ginkgo-Blatt. Dieses aus den einstigen Nadeln zusammengewachsene Fächerblatt ist ein Phänomen in der Pflanzenwelt, das dem Ginkgo seinen besonderen Reiz verleiht. Ein unverwechselbares Charakteristikum ist der mehr oder minder tiefe Einschnitt des Blattes. Die Farbe der Blätter variiert zwischen hell- und graugrün bis zu herbstlich goldgelb.
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Goethemuseum, Düsseldorf |
Ginkgo biloba - ein um 1730 von Engelbert Kämpfer aus Japan
nach Europa gebrachter Tempelbaum - ist die einzige, weitgehend
unveränderte Art einer rund 250 Millionen Jahre alten und bis zur
Eiszeit auch in Europa heimischen Gattung. Dieser Baum mit den
typischen zweilappigen Blättern mit mehrfach gabeliger Nervatur
gilt vor allem wegen der altertümlichen geschlechtlichen Fort-
pflanzung der hier männlichen und weiblichen angelegten Bäume
als lebendes Fossil. Die Unempfindlichkeit gegen Umweltschad-
stoffe macht den Ginkgo heute zu einem beliebten Straßenbaum
in vielen Großstädten, ob in New York oder Berlin.
Aus den Blättern des Ginkgo wir ein Spezialextrakt hergestellt.
Dieser wird als arzneilicher Wirkstoff vor allem gegen Hirn-
leistungsstörungen eingesetzt.
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