Chronik 1848 - 2009


1848





Die Tradition im Umgang mit der  Pflanze reicht in der Familie   
Schlegel viel weiter zurück als die 100-jährige Firmentradition der Baumschule Karl Schlegel. Schon 1848 erscheint Ludwig Schlegel (geb. 29.07.1819) erstmals in den Laufener Steuersatzprotokollen
als Waldsamenhändler.

1856





Johannes Schlegel
Johannes Schlegel, Samen- und Pflanzenhändler (geb. 18.01.1838), der Vater des Firmengründers Karl Schlegel, beliefert die Gemeinde Laufen 1856 mit 352 Pfund Waldsamen. In den Folgejahren betreibt er neben dem Waldsamenhandel eigene Pflanzenzuchten in Laufen und Ostdorf bei Balingen.
Er stirbt am 30.08.1897. Von seinen acht Kindern treten vier Söhne in die Fußstapfen des Vaters und werden Samen- und Pflanzenhändler; später haben sie Forstbaumschulen und Betriebe zur Saatgutgewinnung (sog. Klenganstalten).
Einer dieser vier Söhne ist der Firmengründer Karl Schlegel.

1898





Karl Schlegel I
Karl Schlegel I (geb.14.10.1873) beliefert die Gemeinde Laufen mit 1000 Waldpflanzen. Da nicht sicher ist, ob zu diesem Zeitpunkt bereits eine Pflanzenanzucht erfolgte, wird das Jahr 1898 noch nicht als Gründungsjahr angesehen.

1899




Karl Schlegel I beginnt in Laufen mit der Pflanzenanzucht. Ein Nachbar beschwert sich am 10. April
1899, daß ihm Karl Schlegel dabei einen Fußweg zugepflanzt habe. Schon in den Jahren 1905/06 hat Karl Schlegel ein "Sortiment", das nicht nur forstliche Nadelbaumarten enthält, sondern sich schon
auf Eschen, Ahorn,Weißdorn und andere Gehölze ausdehnt. 1923 bezeichnet er sich unter der
Vielzahl der Laufener Baumschulen (Laufen gilt zu dieser Zeit als die "Wiege des süddeutschen
Waldes") als "die größte
Anzucht am Ort".
Er kultiviert auch Hecken-
pflanzen, Obstbäume usw.
Karl Schlegel, Baum-
schuler in Laufen "neben
der Schalksburg", stirbt am
14. Januar 1942.

1904





1935





Karl Schlegel II
Karl Schlegel II (geb. 04.01.1904) gründet im Raum Riedlingen (Grüningen und Unlingen) einen Zweigbetrieb, den er selbst bewirtschaftet. 1942, während des Zweiten Weltkriegs, übernimmt er den elterlichen Betrieb in Laufen. Nach Kriegsende baut er diesen, ebenso wie seinen Riedlinger Zweigbetrieb, weiter aus.

           


1949




In Unlingen bei Riedlingen wird das erste Gebäude des späteren Hauptbetriebes erstellt: eine Maschinen- und Verladehalle mit Wohnungsanbau für einen Verwalter. 20 Jahre später wird dieses Gebäude wieder verkauft, weil es von den Anzuchtstätten zu weit entfernt ist.

1960




Mit Einsatz der ersten großen Baumschulmaschinen gerät Anfang der 60er-Jahre die schwierige Produktion in Laufen immer mehr unter Kostendruck. Die durch Erbteilung sehr klein gewordenen Grundstücke mit schwerem Lehmboden und starken Hanglagen auf der Schwäbischen Alb, lassen einen rationellen Maschineneinsatz nur beschränkt zu. Deshalb verlagert sich die Anzucht mehr und mehr in den Riedlinger Betrieb. Dieser produziert inzwischen neben Grüningen und Unlingen auch in Riedlingen
und Uttenweiler.

1962



In Hetzenhausen (Kreis Freising) Bayern, wird eine weitere Anzucht aufgebaut, weil sich dort auf großen, ebenen und ertragreichen Grundstücken eine rationelle Anzucht durchführen läßt. 1985 wird dieser Zweigbetrieb wieder geschlossen. Die Nähe zu München brachte für den landwirtschaftlichen Betrieb Personalprobleme.

1966




Der Hauptsitz des Unternehmens wird 1966 von Laufen nach Riedlingen verlegt. Dort wurde bereits 1963 eine Versand- und Verladehalle gebaut. 1967 folgt der Wohnhausneubau mit Büros. Die ganze Familie Schlegel zieht nach Riedlingen um.1968 folgt der Bau einer Maschinenhalle.

Das erste Gebäude des späteren
Hauptbetriebes in Riedlingen

1970




            

Die Lkw-Flotte der Baumschule Anfang der 70-er Jahre

Roland Schlegel (geb. 5.2.1949) und Herbert Evers (geb. 25.10.1927) übernehmen am 1.Januar 1970
den Gesamtbetrieb.
Die Produktion in Laufen wird einge-
stellt. Der Hauptbetrieb wird zügig in
eine Sortimentsbaumschule umge-
wandelt. Der Schwerpunkt der
Anzuchten liegt bei den heimischen
Gehölzen in allen Qualitäts- und
Altersstufen von der Aussaat bis zum Solitär-Baum oder -Strauch. In den
Jahren 1971-85 bietet das Unterneh-
men auch Dienstleistungen an und
führt gößere Anpflanzungen in ganz Süddeutschland durch.
 

1972





Baumschule Scharben

Die Produktionsstätte Scharben bei Unteressendorf im Kreis
Biberach wird eröffnet. Zusammen mit dem Zweigbetrieb in
Hetzenhausen bewirtschaftet die Baumschule Schlegel jetzt
über 100 ha und beschäftigt ganzjährig 100 Mitarbeiter.

1975




In Riedlingen wird eine Kühlhalle mit 1700 cbm Kühlraum geschaffen.

1979





1979 beginnt in der Baumschule Schlegel das Computerzeitalter. Die erste EDV-Anlage wird installiert.

  

1985







Baumschule Elsendorf

In Elsendorf im Kreis Kehlheim wird ein neuer, ca. 30 ha großer Zweigbetrieb aufgebaut, der den bisherigen bayerischen Betrieb in Hetzenhausen ersetzen wird.

1986





Die Planung für ein neues Logistikzentrum in Riedlingen beginnt. Dieses Bauvorhaben wird 1988 bis 1990 realisiert.

1991




Das "Gartenland Schlegel" in Riedlingen wird eröffnet. Nachdem bereits Anfang der 70er Jahre mit einem kleinen Einzelhandel, dem damaligen "Pflanzen-Center", begonnen worden war, wird dieses 1991 ausgebaut. Ein Gebäude mit 300 qm Verkaufsfläche wird erstellt und die Verkaufsbeete im Freigelände werden auf 4000 qm vergrößert. Das Verkaufs-Sortiment beschränkt sich nicht mehr auf Gartengehölze, sondern wird ausgedehnt auf das gesamte Gartenambiente, vom Kübel bis zum Teich.
Auch im Indoor-Bereich wird alles "Rund um´s Grün", einschließlich Raumdekoration, Zimmerbrunnen und Weihnachtsmarkt, abgedeckt.

1993





Herbert Evers

Herbert Evers scheidet alters-
halber aus der Firma aus.
Roland Schlegel übernimmt die
Firma als alleiniger Inhaber.


Roland Schlegel


1999






Das Unternehmen feiert sein
100-jähriges Bestehen und
151 Jahre Familientradition.
Die Produktion wird um ein bedeutendes Segment erweitert.
Es werden Alleebäume der
Qualität "4x verpflanzt" kultiviert.





2000





Das Betriebsgelände in
Riedlingen 2002 mit Logistikzentrum, Büros und Gartenland.

2007




Ein neues Sortiment steht erstmals in fertigen Qualitäten zur Verfügung:
geformte Gehölze in exklusiven großen Formaten für den anspruchsvollen Objektbereich.
Formengarten Dachplatanen Carpinus Spitzkegel Buxus Kugeln
Liguster Kugeln und Carpinus Kästen Taxus Pyramiden Spalierlinden Taxus Rundkegel

2008




      

Eine weitere Multifunktions-
halle ist erstellt. Sie beher-
bergt eine Betriebswerkstatt,
eine Kühlhalle und ver-
schiedene Arbeitsräume.





Das Grün kommt